Polieren von Hand oder mit der Maschine?

Polieren von Hand oder mit der Maschine?

 

Wer sein Auto selber polieren möchte, stellt sich erstmal die Frage was genau ist denn nun besser?

Was muss ich beim Polieren beachten?

Was kann ich falsch machen?        

                                        

Langsam kommen vereinzelnd die ersten Sonnenstrahlen wieder durch die dicke Wolkendecke und es wird etwas wärmer. Nun gilt es nach der kalten Jahreszeit, den Autolack einem ausgiebigen Schönheitsprogramm zu unterziehenDenn Salz, Schmutz, Steinschlag und Streugut aller Art sind der Erzfeind des Lackes und fördern den Rost.

Da stellt man sich schon mal die Frage:

 

Wie poliere ich mein Auto richtig?

Beim Auto Polieren von Hand oder mit der Poliermaschine gibt es vieles, dass man beachten muss.

Wir erklären ihnen, worauf sie achten müssen und geben ihnen eine ausführliche Anleitung.

 

Reinigung:

Vorab sollte das Auto gründlich gewaschen werden. Befinden sich Sand- oder Staubpartikel auf dem Lack, kann dieses den ganzen Lack beim Polieren zerkratzen. Bringen sie den Wagen vorher in die Waschanlage und lassen sie ihn gründlich waschen. 

Überlassen sie die Arbeit nicht nur der Waschanlage - um das Auto gründlich zu reinigen müssen sie selber Hand anlegen.

Spülen sie das Auto vorher mit dem Hochdruckreiniger ab und auch nach der Waschanlage, sollten sie den Wagen an den nicht erreichten Stellen per Hand reinigen und abspülen, um sicher zu gehen, dass alle Schmutzreste auch wirklich entfernt sind.

Nutzen sie ein geeignetes Pflegemittel um Vogel Kot und Insektenreste zu entfernen. Trocknen sie dann das Auto mit Leder oder einem Mikrofasertuch ab.

 

Temperatur:

Auch ist es wichtig das Auto bei der richtigen Temperatur zu polieren. Der beste Temperaturbereich liegt zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Auch das Auto sollte nicht zu stark von der Sonne aufgeheizt sein. Gucken sie, dass der Wagen im Schatten oder zumindest nicht in direkter Sonneneinstrahlung steht, die Poliermittel erzielen sonst nicht die gewünschte Wirkung.

 

Poliermittel:

Bei Kauf der [Politur] sollte man sich vorher anschauen, welchen Zustand der Lack hat. Die Polituren sind sehr verschieden. Eigentlich ist eine Politur ein ganz feines Schleifmittel. Für ältere, vielleicht schon etwas verwitterte Lacke, braucht man ein etwas gröberes Poliermittel. Damit kann man eine Grundpolitur vornehmen. Wenn man danach noch auf Hochglanz polieren möchte, braucht man zusätzlich eine feinere Politur. Für neuere, nicht verwitterte Lacke, kann man gleich eine feinere Politur verwenden. Das gleiche gilt für die Polierschwämme und Polierpads. Auch hier gibt es verschieden harte und verschieden aggressive Polierschäume und Fellscheiben.

 

Hologramme:

Bei schwarzen und anderen sehr dunklen Lacken muss man aufpassen, dass keine Hologramme auf dem Lack entstehen. Ein Hologramm entsteht durch mikroskopisch kleine Kratzer im Lack. Diese können z.B. durch zu grobes Poliermittel oder zu grobe Polierpads entstehen. Zu sehen sind sie nur bei entsprechendem Licht oder Sonneneinstrahlung. Hierfür gibt es aber bestimmte [Anti-Hologramm-Polituren] und weiche Polierpads.

 

Polieren mit der Hand oder Maschine?: 

 Beides hat vor und Nachteile und hängt davon ab wie gut sie mit ihrer Poliermaschine umgehen können.

Sollte dies das erste Mal sein, dass sie ihr Auto selber polieren, raten wir dazu dieses per Hand zu tun.

 

Auto polieren per Hand: 

Um das Auto per Hand richtig zu polieren, sollte man vorab ein paar Vorbereitungen treffen. Wie und womit man anfängt hängt etwas vom Zustand des Lackes ab. Sollte der Lack „scheckig“ oder sogar glanzlos sein, müssen sie ihn vorher noch mit Lackreiniger behandeln. Wenn der Lack allerdings noch schön glänzt und keine Lackunterschiede zu sehen sind kann man sich gleich an das polieren machen. Achten sie darauf, dass sie keinen Schmuck wie Ringe oder eine Uhr tragen, dies kann bei Unachtsamkeit schnell zu Kratzern führen. Zum Polieren per Hand empfehlen wir ein Handschleifteller, auf das man verschiedene Polierschaum-Ronden oder Lammfellscheiben kletten kann. Tragen sie das Poliermittel nie direkt auf den Lack auf, sondern auf den Polierteller. Am besten sie beginnen mit dem Dach, so können sie von oben nach unten arbeiten. Der Vorteil hierbei ist es, dass sie sich auf Teilflächen des Autos konzentrieren können und so vermeiden, dass das Politurmittel zu stark antrocknet. Ist ein Teil des Autos z.B das Dach fertig, lässt man die Politur trocknen, bis ein leichter weißer Schleier entsteht. Dann wischt man erneut mit einem neuen weichen Waffel-Pad in Kreisbewegungen den polierten Teil ab. Wichtig hierbei ist auch, dass man gleichmäßig Druck ausübt. Befinden sich anschließend immer noch matte Stellen im Lack, lassen diese sich meist mit weiterer Polierpaste entfernen. Das Auto manuell zu polieren ist zwar etwas mühselig und Zeit aufwendig, aber sehr befriedigend und wenn man es richtig ausführt, lässt sich das Ergebnis auch sehen.

 

Auto polieren mit einer Maschine

Oder auch: Poliermaschine richtig benutzen 

Nachdem wir uns nun schon angesehen haben wie wir ein Auto mit der Hand polieren, schauen wir uns nun an wie das Ganze mit einer Poliermaschine funktioniert. Beim Polieren mit einer Maschine ist es sehr wichtig, neben den schon oben erwähnten Voraussetzungen, speziell auf die Drehzahlen und den Typ der Poliermaschine zu achten.

 

Drehzahl beim Polieren mit einer rotierenden Maschine: 

Es ist sehr wichtig, mit einer geringen Drehzahl zu polieren, da sonst zu viel Hitze entsteht und der Lack, nachhaltig geschädigt werden kann. An einem negativen Beispiel soll das verdeutlicht werden. Man denkt, ich habe ja so einen kleinen Winkelschleifer im Keller. Da schraube ich jetzt einen Polierteller von 125mm oder 150mm Durchmesser drauf. Damit poliere ich mein Auto.

 

Achtung:

Der kleine Winkelschleifer hat wahrscheinlich eine Drehzahl von etwa 10.000 U/min. (Umdrehungen pro Minute) Das bedeutet, dass sich der äußere Umfang des Poliertellers mit einer viel zu hohen Geschwindigkeit bewegt, um damit zu polieren. Bei einem Durchmesser von 150mm bewegt sich dann ein Punkt im Randbereich mit fast 300 km/h (Kilometer pro Stunde). Bei einem Durchmesser von nur 125mm bewegt sich der Punkt im Randbereich immer noch mit etwa 250 km/h. Wenn man das so machen würde, hätte man am Ende, da zu viel Hitze entsteht, „schöne Brandblasen“ auf den Lack.

 

Welchen Durchmesser für das Polierpad?:

Da man möglichst großflächig polieren will, ist ein Durchmesser von ca. 150mm oder 180mm für die Polierschaumronden oder Lammfellscheiben zu empfehlen.

Beim Einsatz einer rotierenden Poliermaschine ist eine Drehzahl von 1.000 bis 2.500 U/min zu empfehlen. Das ist immer noch eine Umfangsgeschwindigkeit von ca. 40 bis 70 km/h.

Wenn zum Polieren ein Exzenterschleifer eingesetzt wird spielt die Drehzahl nicht diese Rolle. Wenn ein Exzenterschleifer auf den Lack aufgesetzt wird, hat er meist nur eine Umfangsgeschwindigkeit von ca. 200 U/min. Die für den Exzenterschleifer angegebene Drehzahl von meist 10.000 U/min bezieht sich nur auf die Exzenterbewegung. Er macht dann also nur 10.000 Mal pro Minute einen kleinen Hub von 3 bis 5mm. Hierbei entsteht nicht viel Wärme.

 

Die Poliermaschinen erfordern etwas Erfahrung, und den richtigen Stütztellerallerdings nehmen sie auch einen großen Teil der Arbeit ab.

 

Tragen sie die Politur auf das Polierpad auf. Setzen sie die Poliermaschine ohne Druck mit der ganzen Fläche des Polierpads auf den Lack. Stellen sie die Maschine erst dann an, sonst fliegt einem das ganze Poliermittel um die Ohren und die Maschine wird schon zu schnell zum ansetzten. Lassen sie nun die Maschine, ohne Druck, in gleichmäßigen und fließenden Bewegungen über den Lack gleiten. Die Bewegung sollte ähnlich wie bei einem Scheibenwischer sein. Machen sie dies ruhig und gleichmäßig sonst fängt die Maschine an zu hüpfen und sie bekommen ein Spiralmuster auf dem Lack, dass sie im Nachhinein wieder mühsam herauspolieren müssen.

Vermeiden sie es über Kunststoff zu polieren oder zu lange auf einer Stelle zu verweilen.

Eventuelle Ecken die sie mit der Maschine nicht erreicht haben, müssen sie nun noch von Hand nachbearbeiten.

Wie schon bei dem Polieren per Hand gesagt, beginnen sie mit dem Dach, so können sie von oben nach unten arbeiten. Der Vorteil hierbei ist es, dass sie sich auf Teilflächen des Autos konzentrieren können und so vermeiden, dass das Politurmittel zu stark antrocknet. Ist ein Teil des Autos z.B das Dach fertig, lässt man die Politur trocknen, bis ein leichter weißer Schleier entsteht. Dann poliert man erneut mit einem neuen weichen Waffel-Pad bis der Lack glänzt.

Somit haben sie den Poliergang fertig.

Staub sollte man, auch zwischendurch, vom Lack mit einem weichen [Mikrofasertuch] abwischen.

Wenn jetzt alles gut aussieht, sind Sie mit der Arbeit fertig!

Wenn ein kleiner Bereich noch nicht gut genug ist, kann an den Stellen ein zweites Mal poliert werden.

 

Viel Erfolg !

 

 

 

 

 

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